Herren 1 scheitert an Lengnau…

24.06.2014

Am 22. Juni 2014 kam es im Schweizercup zum Kräftemessen zwischen dem 1. Liga Kleinfeld-Team White Horse Lengnau und dem 2. Liga Grossfeld-Team UHC Obersiggenthal. Da die Lengnauer ihr Heimrecht an den UHC Obersiggenthal abtraten, fand das Spiel in der heimischen Sporthalle statt.

Eigentlich rechnete man wegen dem sommerlichen Wetter mit einem kleineren Besucheraufmarsch, da bei diesen Temperaturen eine Abkühlung sicherlich angenehmer ist als in der heissen Sporthalle ein Spiel zu verfolgen. Doch die Halle war gut gefüllt und somit waren die Rahmenbedingungen gegeben für ein spannendes/interessantes Spiel.

Der Respekt beider Mannschaften war gross. Schliesslich kannte man einige Gesichter von früher, als man noch auf Juniorenstufe auf dem Kleinfeld gegeneinander antrat. Die 1. Chance konnten sich die Lengnauer gutschreiben, nach knapp einer halben Minute zogen sie aufs Gehäuse von Frunz ab. Der UHCO glich das Chancenplus kurze Zeit später aber wieder aus. Ein Tor wollte aber hüben wie drüben nicht fallen – noch nicht. Denn nach knapp 5 Minuten war der Torreigen eröffnet. Nach einem Fehlpass / Zuteilungsfehler in der Hintermannschaft netzte die weissen Pferde ein und galoppierten zur 0:1 Führung. Der UHCO war also gefordert. Sie spielten munter gegen vorne, kreierten Chancen um Chancen. Doch die Kaltblütigkeit liess noch zu wünschen übrig, bis Kistler nach einem Freistoss Gilli lancierte und dieser zum 1:1 Ausgleich traf. Und so gingen die Protagonisten mit dem Remis in die Pause. Der UHCO war gewillt, das Tempo hochzuhalten und dem Gegner das eigene Spiel aufzuzwingen. Mit viel Engagement betraten die Herren das Spielfeld. Nach 2 Minuten im Mittelabschnitt gelang Kistler den 2:1 Führungstreffer für das Heimteam. Das Momentum war ganz klar auf der Seite der Obersiggenthaler. Doch dieses änderte schlagartig, als die Badboys für Ordnung sorgen wollten. Dass sie aber dabei die Regeln des Unihockeysports übertraten, störte sie Vorderhand nicht, doch das Schiedsrichterduo hatte etwas dagegen. Sie schickten Kistler und kurze Zeit später auch Heiniger in die Kühlbox. Für 30 Sekunden agierten die Herren in Schwarz mit 2 Spielern weniger. Doch sie überstanden diese heikle Phase. Mit Heiniger war aber immer noch ein Spieler draussen und das Tor fiel doch noch zu Gunsten der Lengnauer. Nach rund der Hälfte des Spielgeschehens war die Partie wieder ausgeglichen. Kälin war sichtlich nicht zufrieden mit dem Resultat. Er schnappte sich von Niederberger bei einem Freistoss die Kugel und versorgte diese souverän und abgebrüht in dem Tor den Lengnauer. Anscheinend ist bei diesen Aussentemperaturen der Aufenthalt in der Kühlbox sehr angenehm, nicht anders ist es zu erklären, dass der UHCO die 3. „blöde“ Strafe in kurzer Zeit in der Person von Rothe absitzen musste. Wieder Powerplay Lengnau, doch diesmal hielt die Box stand. Kurz nachdem Rothe wieder auf’s Feld zurückkehrte, erhielt Kistler die goldene Möglichkeit das Score auf 4:2 zu erhöhen. Er lief alleine gegen den Schlussmann der Lengnauer an, liess dann aber die nötige Kaltblütigkeit wohl in der Garderobe liegen – Chance vertan. Fast im Gegenzug schäpperte es dann aber doch, jedoch auf der falschen Seite. Frunz musste nach einem Distanzschuss hinter sich greifen. Ein sehr ärgerlicher Treffer, denn der UHCO war zu diesem Zeitpunkt ein wenig mehr am Drücker. Mit dem 3:3 Zwischenergebnis genossen die beiden Teams den verdienten Pausentee (wegen den Temperaturen servierte man den Tee eisgekühlt).

Das nächste Goal würde vermutlich diese Partie einen entscheidenden Wink geben. So agierte man hochkonzentriert in den letzten Spielabschnitt. Keiner wollte einen Fehler begehen. Dies sollte nicht heissen, dass die Partie arm von Chancen war. Es war sehr ausgeglichen, eine Chance da, eine Chance da. Etwas zählbares ereignete sich dann in der 46. Spielminute. Der Lengnauer Angreifer zog ansatzlos und präzise ab, zu präzise für Torhüter Frunz, welcher sich masslos über diesen unnötigen Gegentreffer ärgerte. Doch der Fehler passierte hier schon in der Defensivarbeit des gesamten Blockes. Nun war der UHCO gefordert, noch mehr, denn nun mussten die Herren einem Rückstand hinterherrennen und zudem auf die während dem Spiel verletzungsbedingten Ausfällen (Gilli, Schüpbach, Biland) verzichten. Es wurde ganz eng. Doch Aufgeben gibt es nicht beim UHCO. Da man die Offensive verstärkte, war man gegen Hinten natürlich anfälliger. Dies nützten die Lengnauer gnadenlos aus und erhöhten auf 3:5. Doch es waren immer noch 6 Minuten zu spielen. Verteidiger Niederberger hielt es Hinten nicht mehr aus und lebte seinen Drang nach vorne voll aus. Füglister lancierte ihn mit einem Pass in den Slot, welcher er in alter Topscorermanier verwertete. Noch ein Treffer fehlte. 2 Minuten vor Ende der Partie stellte das Schiedsrichterduo einen Lengnauer in die Kühlbox, womit sich dem UHCO die perfekte Situation bot, die Partie noch auszugleichen um damit die Verlängerung zu erzwingen. Sekunde um Sekunde verstrich. Ein Gejaule da, ein Gekreische hier, doch der Ball wollte den Weg ins Tor finden – evt. fehlten ja die Wegweiser dazu. Doch dann, Sekunden vor dem Ende bot sich dem UHCO doch noch die Grosschance. Kistler zog alleine auf den Torhüter los, zog ab und traf. Doch leider ertönte nur der Klang des Pfostens. Den Abpraller verpasste der heranbrausende Füglister. Schade, dass wäre es gewesen. Aber schlussendlich hatte man nicht wegen dieser Chance verloren. Man hatte genügend Möglichkeiten ein Tor zu erzielen und liess dies zum Teil kläglich aus. Man sehnt sich nach der Rückkehr der Tormaschine Hitz.

Dieses Spiel hätte auch anders ausgehen können und der UHCO würde in der nächsten Runde stehen. Doch schlussendlich ist es evt. auch gut so wie es kam im Hinblick auf die kommende Meisterschaft. Denn so kann sich das neuformierte Team finden und eine gute Vorbereitung auf die kommende Saison absolvieren. Mal sehen, was die Zukunft so bringt für den UHC Obersiggenthal.

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