Herren 1 nach Zusatzschicht zum Sieg

12.01.2020

Für das erste Spiel im Jahr 2020 mussten die Herren des Fanionteams früh aus den Federn. Doch eine Mäusejagd fängt eben auch nicht erst am Nachmittag an, sondern in den Morgenstunden muss man die Käsestückchen in die Fallen spannen und sich danach auf die Lauer legen.

Allen war bewusst, dass es nicht einfach werden würde die „Duracell-Mäuse“ aus Brugg aus ihren Löcher zu ködern. Denn unter den vielen Jungmäuse sah man auch ein paar gestandene Altmäuse, welche mit ihrem Comeback für eine besondere Affiche sorgten. Leider musste man auf Seiten der Siggenthaler auf mehrere arrivierte Kräfte verzichten. Dies machte die Aufgabe nicht leichter, aber lösbar sollte sie deswegen immer noch sein. Ein Derby hat seine eigenen Gesetze. So konnte auch getrost auf den Blick der Tabelle verzichtet werden.

Man begann äusserst konzentriert, versuchte dem Gegner sein Spiel aufzudrängen. Nicht unverdient gingen die Siggenthaler in Front. Pablo Huber setzte Bum-Bum-Bumbacher gekonnt in Szene, welcher für den Führungstreffer besorgt war. Leider konnte das weisse Ballett diesen Schwung in den nächsten Einsätzen nicht ganz mitnehmen. Nach einem Konter glichen die Mäuse aus Brugg die Partie schnell wieder aus. Dem zukünftigen Admiral N. Baumgartner passte dieses Resultat überhaupt nicht – ja er stänkerte regelrecht. Als ihm die Möglichkeit geboten wurde, legte er all seine „Wut“ in seinen Weitschuss, welcher an Freund und Feind vorbeiflog und die Maschen durchkreuzte. Mit dieser 1-Toreführung gingen die beiden Mannschaften in die Pause.

Die Powermäuse, wohl mit einem Happen Käse gestärkt, kamen schwungvoller aus ihren Erdlöcher. Eine Unachtsamkeit in der Hintermannschaft wurde kaltblütig ausgenutzt. Was mein älterer Bruder kann, kann ich schon längstens – dachte sich wohl G. Baumgartner. Er setzte hartnäckig nach, brachte die Kugel letzlich unter Kontrolle und netzte beherzt ein. An dieser Stelle herzliche Gratulation zum ersten Meisterschaftstor bei den Grossen. Doch wiederum lud man den Gegner ein, das enge Spiel fortführen zu können. Frunz im Tor wurde tödlich alleine gelassen und musste den ärgerlichen Ausgleich hinnehmen. Es kam sogar noch bitterer. Nach einem regelrechten Wechselchaos befanden sich lediglich 4 Obersiggenthaler auf dem Feld. Als man diesen Fauxpas bemerkte, war es aber schon zu spät. Nun sah man sich plötzlich mit einem Rückstand konfrontiert. Diesen Umstand wollte man nicht lange auf sich sitzen lassen. Weibel mit brillanter Übersicht, bediente Veteran Kistler mustergültig, welcher eiskalt zum 4:4 einschieben konnte. Alles wieder gut? Leider nein. Wiederum ein Abstimmungsfehler verhalf den Brugger zum erneuten Führungstreffer. Vom 1-Torevorsprung in einen 1-Torerückstand, ja so schnell kann es eben gehen im Unihockeysport. Den Siggenthaler blieben aber noch 20 Minuten Zeit, dieses Resultat zu korrigieren.

Die Zeit verging aber schneller als einem lieb war und der Rückstand war immer noch allgegenwärtig. „Es war höchste Eisenbahn. Wir wollten mit dem Time-Out 10 Minuten vor Schluss der Mannschaft ein Zeichen setzen“, gab Coach Vogler zu Protokoll. Die deutlichen Worte sowie die Umstellung auf 2 Blöcke verfehlte ihre Wirkung nicht. Angefeuert vom famosen Teamspirit holten die Protagonisten auf dem Feld nochmals alles aus sich heraus. Weibel wiederum mit toller Übersicht bediente dieses Mal Füglister, welcher mit einem Hocheckschuss endlich den Ausgleich herbeiführen konnte. Haag sonst nur Insidern bekannt bekannt für einen strammen Schuss, zog kurz darauf voll durch. Der Ball zischte förmlich an allen vorbei ins Tor. „Ehrlich gesagt, ich hätte mich hier auch nicht in diesen Schuss gelegt um die Kugel abzuwehren. Einen „blauen Mosen“ wäre wohl noch das kleinste Übel gewesen“, gab der Torschütze selbstbewusst von sich. Das Spiel war gedreht aber die Geschichte noch nicht fertig erzählt. Die Powermäuse zeigten Biss und liessen sich noch nicht bodigen. Rund 3 Minuten vor Schluss brachten die Obersiggenthaler den Ball vor dem eigenen Kasten nicht aus der Gefahrenzone raus. Die Gäste bedankten sich artig und glichen die Partie erneut aus. Da niemand mehr reüssieren konnte, ging es in die Verlängerung. Die Obersiggenthaler waren dem Siegtreffer einige Mal sehr nahe. Es blieb aber schlussendlich beim Unentschieden, also musste das Penaltyschiessen über 1 oder 2 Punkte entscheiden. Für diesen Moment rührte Torwächter Frunz extra nochmals eine bisschen Beton an und verbarrikadierte sein Tor regelrecht. Er wehrte sämtliche Versuche souverän ab und da „Zöpfli-Trobl“ als einziger Schütze für die Siggenthaler traf, war der Sieg endlich in trockenen Tüchern. Das Team freut sich auf eine Lieferung des berühmten Hopfentees, denn auch ein solches Tor zählen wir gemäss den AGB’s zu einem gültigen 7. Treffer.

Der Sieg ist sicherlich nicht gestohlen. Es war eine erwartet hartumkämpfte Partie, mit dem besseren Ende für die Siggenthaler. Wie so oft zogen die Obersiggenthaler ein schwaches Mitteldrittel ein. Doch sie zeigten Moral und fanden auch dank der grandiosen Teamstimmung wieder zurück in die Spur. Nun heisst es runterfahren um die Batterien wieder aufzuladen. Denn schon nächste Woche geht es weiter und es braucht wiederum eine geschlossene Mannschaftsleistung um die nächsten Punkte einfahren zu können.

Aufgebot UHC Obersiggenthal:

Baumgartner Gianni, Baumgartner Nico, Bumbacher Dominik, Canzani Nico, De Santis Nicola, Frunz Andreas (T), Füglister Oliver, Haag Roman, Höppli Philip, Huber Lukas (C), Kalt Yannick, Keller Marco, Kistler Christoph, Leder Lukas, Niederberger Simon, Trobl Colin, Weibel Dario

Telegramm:

5. Bumbacher (Huber), 1:0

7. Powermäuse Brugg, 1:1

15. N. Baumgartner (Huber), 2:1

22. Powermäuse Brugg, 2:2

23. G. Baumgartner, 3:2

26. Powermäuse Brugg, 3:3

29. Powermäuse Brugg, 3:4

30. Kistler (Weibel), 4:4

32. Powermäuse Brugg, 4:5

54. Füglister (Weibel), 5:5

54. Haag (Huber), 6:5

58. Powermäuse Brugg, 6:6

Penaltyschiessen:

Trobl, 7:6

News verfasst von Oliver Füglister

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