Es wäre (noch) mehr dringelegen

20.12.2011

Am 18. Dezember 2011 absolvierte das Fanionteam des UHC Obersiggenthal die letzte Meisterschaftsrunde in diesem Jahr im abgelegenen Huttwil. Es standen schwierige Partien auf dem Programm. Leider konnte man nicht aus dem vollen Schöpfen und reiste mit nur 9 Feldspielern und einem Torhüter an die Runde. In der 1. Partie trat man gegen den TSV Deitingen an. Ein altbekannter Gegner. Gegen diese Mannschaft durfte man bereits im Schweizercup Mitte Jahr antreten und setzte sich dort nach einem hartumkämpften Spiel schlussendlich durch. Die Mannen aus Deitingen hatten sich dieses Spiel mit Sicherheit dick angestrichen in der Agenda und waren voller Tatendrang diese Schmach gegen den vermeintlichen Unterdog wieder geradezubiegen mit einem Sieg.

Es war kein Abtasten der beiden Mannschaften zu spüren, sondern man legte gleich fulminant los. Jedenfalls eine Mannschaft. Denn nach ca. 5 Minuten Spielzeit hiess es bereits 0:2 für den TSV Deitingen. Ein Resultat, welches man sich auf der Seite der Obersiggenthaler nicht gerade gewünscht hatte. Auch wenn wir mitten in der Adventszeit stecken, wollten die Herren aus Obersiggenthal sicherlich keine Weihnachtsgeschenke verteilen. Das 2. Gegentor war dann auch ein Weckruf an die Mannschaft. Nun erwachte man, stand besser in der Defensive und gegen vorne ging auch mal etwas. Mit einer schönen Einzelleistung von Kistler gelang der Anschlusstreffer und als kurzdarauf die Schiris eine 2 Minuten Strafe gegen Deitingen aussprach, bot sich dem UHCO eine fantastische Gelegenheit die Partie wieder auszugleichen. Mit etwas Glück gelang dieses Unterfangen schlussendlich auch. Neuer Spielstand 2:2; danach war Pause.

Die Partie war also wieder völlig offen und das Momentum war klar auf der Seite der Obersiggenthaler. Aber da konnte man sich täuschen. Irgendwie und aus völlig unerklärlichen Gründen wurden bei ein paar Spieler der Schalter von fair auf unfair gestellt. Man handelte sich alleine in der 2. Halbzeit 3 x eine 2 Minuten Strafe ein. Das der Gegner auch nicht wie die Engel spielte und die Schiedsrichter die Partie längst nicht mehr so souverän im Griff hatten soll keine Ausrede für das eigene Verhalten sein. Es war kein schönes Spiel mehr. Es wurde mehr und mehr zu einer gehässigen Partie. Alle Emotionen, welche sich irgendwie aufgestaut hatten, wurden rausgelassen, dies aber auch nicht nur auf der Seite der Obersiggenthaler. Eine von den 3 Überzahlsituationen konnten die Deitinger dann auch wirklich in ein Tor ummünzen. Die Obersiggenthaler versuchten danach wehement den Ausgleichstreffer noch irgendwie zu erzwingen, doch es sollte nicht sein. So endete die Partie mit 2:3 für den Gegner.

Nach der Partie musste auch der Spielercoach mal Dampf ablassen. Und die Message war anscheinend bei den Spielern angekommen. Denn die 2. Partie gegen das Heimteam aus Schwarzenbach verlief völlig anders. Man trat befreit und mit Spass am Spiel auf. Vergessen waren die Gehässigkeiten im vorhergehenden Spiel. Die Partie war zur Pause auf dem Papier zwar ausgeglichen, denn es stand 2:2, aber auf dem Feld waren die Herren aus dem Aargau am Drücker. Sie erspielten sich Chancen um Chancen. Der Gegner kam andererseits vereinzelt mit gefährlichen Kontern zu Chancen. Eine Unachtsamkeit in der Verteidigung der Obersiggenthaler nutzten sie dann auch. Der 2. Gegentreffer war durch eine unglückliche Intervention vom sonst sehr stark aufspielenden Fumi gefallen. Aber das man 2 Treffer kassierte, störte indes niemanden. Denn selbst erzielte man ja auch 2 Tore in der 1. Halbzeit. In der 2. Halbzeit schaltete dann der UHC Obersiggenthal noch einen Gang höher. Sie erhöhten das Tempo und so kamen sie im Minutentakt zu Chancen. Der Gegner wusste sich nur noch mit unerlaubten Mitteln zu helfen und so konnte der UHCO insgesamt 4 mal mit einem Mann mehr agieren. Das Powerplay lief sehr gut. Man liess jeweils den Ball gut laufen und wenn dann mal jemand die Chance hatte zu schiessen, nahm man diese auch wahr. So resultierten am Schluss nicht weniger als 3 Powerplaytore. Auch bei numerischen Gleichzahl konnten beide Blöcke noch Tore erzielen. Am Schluss hiess es 6:2 für den UHC Obersiggenthal, was allen im allem sicherlich mehr als in Ordnung ging. Mit diesem Resultat konnte man auch gleich das unschöne 2:2 aus dem Hinspiel wegmachen und aufzeigen, dass man seit Saisonbeginn einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht hat.

Die Vorrunde ist vorbei und aus Sicht der Trainer kann sich diese mit Sicherheit sehen lassen. Hätte jemand behauptet, der UHCO sei bei Saisonhälfte auf dem 5. Platz klassiert, hätte man diesen für einen Spassvogel gehalten. Aber wenn man ehrlich ist und ohne jetzt übeheblich zu wirken, wäre auch eine viel bessere Klassierung möglich, wenn man die gespielten Spiele noch einmal in Ruhe Revue passieren lässt.

Höppli (0/0); Füglister (1/1); Keller (1/0); Frey (2/2); Kistler (3/3); Frunz (1/1); Leder (0/1); Haag (0/0); Wettstein (0/0); Vogler (0/0)

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