Next stop: Aufstiegsspiele

03.03.2013

Am Sonntag dem 3. März 2013 fand für das Fanionteam des UHC Obersiggenthal die letzte Meisterschaftsrunde der regulären Saison statt. Der Weg führte das hoch motivierte Team aus dem Siggenthal nach Bonstetten. Das die Motivation heute nicht das Problem sein wird ist sicherlich für jeden gut zu verstehen. Denn die Obersiggenthaler hatten vergangene Woche vom UHC Lok Reinach II eine E-Mail erhalten in welchem der Verzicht auf die Aufstiegsspiele bekannt gegeben wurde. Somit wird der Gruppenzweite diesen begehrten Platz erben. Damit dieser zweite Tabellenplatz auch nach den letzten beiden Spielen dem UHCO gehört würde ein Sieg genügen…

 

Im ersten Spiel traf man auf das siebtplazierte Team aus Mutschellen. Der benötigte Sieg sollte gemäss dem Papier also sehr gut möglich sein. Der UHCO war bereits beim Einlaufen sehr engagiert und die Teamstimmung war ausgezeichnet. Als dann das Spiel begann versuchten die Siggenthaler auch sofort Druck auf das gegnerische Tor zu machen. In der Anfangsphase wurde das Spielgeschehen dominiert und es wurden einige gute Chancen erarbeitet. Doch wie bereits in vergangenen Spielen sind die UHCO-Akteure momentan überhaupt nicht in Scorerlaune und die Gegner aus Mutschellen waren überhaupt nicht zwingend. So blieb der Zwischenstand in den ersten zehn Minuten 0:0. Doch dann gelang Kistler einen äusserst sehenswerter Treffer. Kistler wurde bei einem schnellen Vorstoss von Marcel Hitz bedient und versenkte den Ball via Pfosten im gegnerischen Tor. Die Freude über diesen Treffer war sehr gross und der Traum der Aufstiegsspiele einen Schritt näher. Danach kam der UHC Mutschellen besser in das Spiel, doch A. Frunz im Tor liess keinen Treffer zu. So stand es zur Pause 1:0 für die Obersiggenthaler.

Nach der Pause waren die Spielanteile nicht mehr so klar verteilt wie zu Beginn der ersten Halbzeit. Mutschellen kam mit schnellen Kontern zu einigen gefährlichen Torszenen doch konnten sie (noch) nicht reüssieren. Die Siggenthaler bemerkten, dass sie einen Gang höher schalten müssen damit dieses Spiel gewonnen werden kann. Und dies taten sie in eindrücklicher Art und Weise. Die Folge war das 2:0 durch Füglister, welcher auf Zuspiel von Captain Gilli das Runde ins Eckige beförderte. Nun spielte man sich in einen Rausch und es schien als könnte nun mehr oder weniger alles klappen. Anders kann das 3:0 nicht erklärt werden. Luternauer drosch den Ball über das ganze Spielfeld, am anderen Ende spedierte Kistler den Ball direkt in den Slot und dort drückte J. Frunz den Ball irgendwie über die Torlinie. Schön zu sehen, dass der Ball auch mal auf eine unkompliziertere Art im Tor landen kann. Und dann folgte auch prompt noch das 4:0 durch L. Rothe. Auch dieses Tor war äusserst schön anzuschauen. Füglister spielte einen satten Pass auf den anbrausenden Rothe welcher den löchrigen Ball mit voller Wucht in die Maschen drosch. Nach 35 Minuten hiess es 4:0, der Sieg so gut wie sicher – dachte man… Denn nun liessen die Obersiggenthaler markant nach. Es wurden ungewohnte Fehler gemacht welche der UHC Mutschellen ausnützen konnte. So fiel das 4:1 äusserst unglücklich und auch das 4:2 musste der UHCO noch hinnehmen. Diese zwei Gegentreffer waren äusserst schade, da sie durchaus vermeidbar gewesen wären.

Trotzdem: 4:2 Schlussresultat = Sieg = Aufstiegsspiele.

 

Da nun klar war, dass die Aufstiegsspiele erreicht sind wurden die Linien für den zweiten Matsch gegen den tabellenfünften Unihockey Limmattal II umgestellt. Es wurde neues ausprobiert und Torhüter Frunz versuchte sich auch für einige Einsätze als Feldspieler.

Diese Änderungen schienen aber überhaupt keinen positiven Einfluss auf das Spiel des UHCO zu haben. Schon nach wenigen Minuten musste M. Rothe im Tor hinter sich greifen. Die defensive Arbeit seiner Vorderleute war alles andere als überzeugend und die Limmattaler waren sehr effizient. So war nach kurzer Spieldauer auf der Matschuhr zu lesen, dass die Siggenthaler mit 0:4 im Hintertreffen waren. Dann erlöste Gilli die leidenden UHCO-Spieler mit dem 1:4 und es war eine stetige Verbesserung im Spiel zu erkennen. Oli markierte dann kurze Zeit später das 2:4 und die Hoffnung kam zurück, dass das Spiel noch nicht ganz verloren ist. Leider waren die Limmattaler vor der Pausensirene noch einmal erfolgreich und konnten somit mit einer dreitore Führung in die Garderobe.

Das 2:5 Zwischenresultat war alles andere als im Sinne der Obersiggenthaler. In der zweiten Halbzeit sollte deshalb noch einmal gezeigt werden, dass es auch besser geht.

Tatsächlich konnte sich der UHCO in der Folge noch steigern. Das Spielgeschehen wurde ausgeglichener und auch Debütant A. Frunz hatte seine Chance. Und dann ereignete sich eine dieser Geschichten, welche nur der Sport schreiben kann: Kistler wurde bei einem Gegenstoss vor dem gegnerischen Tor mit unfairen Mitteln gestoppt. Folge war ein Penalty für den UHCO. Keller stand zum ersten Mal nach seinen zwei Knieoperationen für dieses Spiel wieder auf dem Matschblatt. Einen Einsatz hatte er bis dahin nicht, doch das Team schenkte ihm das Vertrauen und er durfte zum Penalty anlaufen. Wie es sich für eine waschechte Nummer 9 gehört versenkte er den Penalty souverän (aus vertraulicher Quelle weiss man, dass er aber ungeheuer nervös war) und konnte sich somit als Torschütz feiern lassen. Obwohl die Obersiggenthaler immer noch mit 3:5 in Rückstand lagen wurde das Tor frenetisch gefeiert. Die Limmattaler steigerten in der Folge noch einmal die Pace und sie erhöhten das Score auf 3:6. Kurz vor dem Spielende waren sie wiederum erfolgreich und schossen das Tor zum 3:7 Schlussresultat.

Das Resultat ist für UHCO-Sympathisanten sicherlich nicht befriedigend. Doch mit dem Wissen über das definitive erreichen der Aufstiegsspiele, den neu formierten Linien, dem Einsatz von „mit mehr Torhütertalent gesegneten Feldspielern“ und Rückkehrern aus langen Verletzungspausen kann das Resultat hoffentlich doch ein wenig besser akzeptiert werden.

Frunz J. (1/0); Frunz A. (0/0); Füglister (2/1); Gilli (1/2); Haag (0/0) Hitz Marcel (0/1); Hitz Michael (0/0); Keller (1/0); Kistler (1/1); Leder (0/0); Luternauer (0/0); Haag (0/0); Rothe L. (1/0); Rothe M. (0/0)

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