Herren 1 wieder in der Erfolgsspur

10.02.2019

Am Samstag mussten die Spieler des Herren 1 wahrlich früh aus den Federn. Coach Widmer war nicht zu beneiden. Seine mehrmaligen Versuche, die Anspielzeit nach hinten zu verschieben, fanden beim Veranstalter und Verband leider kein Gehör. So mussten die Herren diese Pille schlucken und fanden sich so zur Morgenstunde um 07:30 Uhr auf dem Pausenhof des Unterbodens ein. Chäpsler Keller – just auf den letzten Zacken eingedüst – gab zwar noch grosskotzig an, er sei zu lange einlaufen gewesen. Mit dem Kissenabdruck in seiner Frisur flog sein Schwindel aber relativ schnell auf. Alle da? Ja, leider fehlte wiederum viel Stammpersonal und so trat man mit einem geschrumpften Kader die Reise nach Langenthal an. Dort stand den Herren ein schwieriges Spiel gegen Unihockey Olten-Zofingen II bevor.

Huber, zu diesem Zeitpunkt (noch) nicht bekannt als der Sternekoch von Gebenstorf, übernahm die durchaus wichtige Aufgabe des abwesenden Chefcaterer Niederberger und zauberte ein reichhaltiges Morgenbuffet hin. Erstmals in der Geschichte des UHC Obersiggenthal wurde auch eine Kaffeemaschine mittransportiert, so dass in der Garderobe nebst dem frischen Obstgeruch auch ein wundervoll duftendes Röstaroma von frischgemahlenen Kaffee Einzug hielt. Doch nun zum Wesentlichen, denn für den Plausch samt Brunch hatte man ja den Weg nicht nach Langenthal gemacht. Das Ziel war klar, 3 Punkte mussten her nach der Niederlage gegen Leader ULA.

Der UHCO legte einen Start nach Mass hin. Keller mit herrlichem Dreher à la Denise Biellmann um die eigene Achse versenkte in den Startminuten die Kugel gekonnt im Netz und sorgte so für eine beruhigende Führung. Mit nachlassendem Koffeinrausch – anders ist es nicht zu erklären – liess der UHCO markant nach und zog 5 rabenschwarze Minuten ein. Routiniert und mit der nötigen Spielcleverness verbuchten die Mittelländer so Ball um Ball. So hiess es rasch 1:4 aus Sicht der Siggenthaler. Coach Widmer, welcher den Atem von Präsident aka CC Minder (a.d.R. er assistierte Widmer bei der heutigen Aufgabe) langsam aber sicher zu spüren bekam, wurde es zu bunt. Er zog schon früh sein Time-Out ein und peitsche seine Mannen, wie er dies nur auf dem Hof mit seinen Rinder macht, wach. Dieser Break brachte die nötige Wirkung mit sich. Kurze Zeit später war es Gilli auf Zuspiel von Kistler, welcher mit einem beherzten Schüsschen zum 2:4 verkürzen konnte. Der Kaffelutz sowie die Bergluft unter der Woche schien den beiden anscheinend gut getan zu haben. Nur wenige Zeigerumdrehungen später sorgten Crelier sowie Höppli für den 4:4 Ausgleich. Nun war man definitiv im Spiel drin und nahm den Schwung auch gleich mit. Trobl brachte mit seinem Treffer zum 5:4 den UHCO definitiv auf die Siegerstrasse. Der finale Pass kam vom nimmermüden Gilli. Eine unterhaltsame und sehr torreiche Partie legte zum ersten Mal eine Pause ein. Torwächter Vogler konnte einem leidtun. So viel vorneweg, er konnte seine bescheidene Fangquote im Verlaufe der Partie markant steigern.

Der Start ins 2. Drittel glückte den Siggenthaler. Nach einer einstudierten und hochkomplexen Freistossvariante schoss Kistler seine Farben mit 2 Längen in Front. Da Grünschnabel Baumgartner Junior (die Redaktion wünscht an dieser Stelle gute Besserung) gegen Ende des ersten Drittels verletzt ausfiel und es kein anderer nomineller Verteidiger ins geschrumpfte Kader schaffte, übernahm Leitwolf Hitz die Aufgabe als Defender. Dass er in seiner neuen Rolle sein Offensivspiel nicht ganz vergessen hatte, zeigte er, als er „behind the Blueline“ abzog und der Ball an Freund und Feind vorbei ins Netz flog. Was der kann, kann ich schon längstens, dachte sich wohl auch „Wendy“ Kistler, welcher seine Gegner als Slalomstangen benutzte und schliesslich zum 8:4 einschob. Mit diesem Resultat gingen die beiden Teams in die Pause.

Im letzten Spielabschnitt brachten kleine Unachtsamkeiten nochmals Spannung in die Partie. Der Gegner aus Olten-Zofingen verkürzte mit 2 Treffern auf 8:6. Doch dann kam die Sternstunde von Huber, welcher wohl schon den Geruch der frischen Hot-Dogs vom Kiosk in der Nase hatte und deshalb besonders motiviert war, die Partie schnellstmöglich zu entscheiden. Mit einem Doppelpack sorgte er wieder für einen komfortablen Vorsprung. Der UHCO liess sich die Butter nun nicht mehr vom Brot nehmen. Der Gegner fand sich mit der Niederlage ab und wartete nur noch auf den ersehnten Abpfiff. Der Hunger der Siggis war aber noch nicht ganz gestillt. Mit den späten Treffern von Schüpbach und Keller beliessen sie es dann aber. Zum Schluss hiess es 12:6 für den UHC Obersiggenthal. Ein weiterer wichtiger Sieg für die junge Truppe, welche trotz vieler Absenzen eine eindrückliche Moral bewies und wiedermal nach argem Rückstand den Schalter noch umlegen konnte. Immer wird dies nicht gelingen. Die Mannen tun somit gut daran, in den abschliessenden 2 Partien  nicht mehr in eine solche Situation zu geraten.

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