Herren 1 unterliegt dem Leader

04.10.2020

Nachdem das Fanionteam letzte Woche den ersten Heimsieg eingefahren hatte, wollten die Herren erneut zu Hause nachlegen. Mit dem Tabellenleader United Toggenburg Bazenheid stand aber ein ganz anderer Brocken gegenüber, das Unterfangen hier zu punkten dürfte schwierig werden. Gut, dass man nach dem letztwöchigen Geisterspiel auf eine Handvoll ausgelesene Zuschauer zählen durfte, obwohl die Tribüne auch diesmal nicht zu Verfügung stand. Unter Einhaltung des Schutzkonzeptes wurde dies durch akribische Arbeit im Vorstand möglich gemacht.

Für die Spieler eine Zusatzmotivation sich hier richtig reinzuhängen. Dies nahm auch Coach Vogler zu Herzen. «Für ein solch wichtiges Spiel unterbreche ich auch gerne meine Flitterwochen. Der erste Streit zu Hause ist zwar vorprogrammiert, aber wie heisst es so schön beim Eheversprechen: In guten wie in schlechten Zeiten.», sagte er mit einem Augenzwinkern vor dem Spiel. Das ganze Team lässt an dieser Stelle nachträglich ihre Glückwünsche zur Vermählung ausrichten.

Frisch eingekleidet mit den neuen Trainingsanzügen machten sich die Herren ans Warmmachen der Muskulatur. Das Spiel mit dem Fussball: Beim einten oder anderen mehr schlecht als recht oder dann waren sie zum Teil auf alle Fälle in einer anderen Ballsportart unterwegs (A.d.R. evt. doch eher Volleyball). Nun zum Glück werden da ja noch keine Punkte vergeben. Nun aber höchste Eisenbahn zum eigentlichen Geschehen zu gelangen, dem Spiel gegen United Toggenburg Bazenheid.

Allen Beteiligten war klar, hier und heute muss eine Glanzvorstellung vorgetragen werden, möchte man dem Tabellenleader Paroli bieten. Die Herren in Schwarz kamen gut in die Partie rein und sie belohnten sich auch gleich. Altmeister Gilli auf Zuspiel von Grünschnabel Trobl sorgte gleich für ein erstes Ausrufezeichen und markierte in gewohnter Manier (A.d.R. schottisch halbhoch) den ersten Treffer des Spiels. Doch die Führung war von kurzer Dauer, ja sagen wir es mal so, von sehr kurzer Dauer. Gerade mal sage und schreibe 13 Sekunden später schepperte es auch im Tor von Fliegenfänger Vogler. Somit fing das Spiel wieder von vorne an. Beide Mannschaften hatten ihre Chancen, doch es dauerte bis kurz vor dem Pausentee, als die Toggenburger erstmals in Führung gingen.

Auch nach der wohlverdienten Pause war die Partie äusserst unterhaltsam und auf einem intensiven Niveau geführt. Den 3. Treffer der Toggenburger konnte Wühler Trobl nach feiner Vorarbeit von Abwehrpatron N. Baumgartner kontern. Doch langsam aber sicher zeigte der Leader, warum er dort steht wo er steht, nämlich an der Spitze der Tabelle. Die Obersiggenthaler zwar stets bemüht, aber das Spieldiktat bestimmte vorwiegend der Gegner. So war es auch nicht verwunderlich, als die Ostschweizer wieder einen Treffer nachlegen konnten. Als kurz vor Drittelspause ein «Toggi» auf die Strafbank wanderte, eröffnete dies den Siggenthaler die Möglichkeit nochmals ranzukommen. Der Coachingstaff – immer für eine Überraschung gut – nahm kurzerhand Torwächter Vogler aus seiner geliebten Baumhäuschen und ersetzte ihn durch einen 6. Feldspieler. Der Coachingstaff des Gegners völlig ausser Rand und Band reklamierte bei den Unparteiischen, dass hier zu viele Spieler auf dem Feld stehen. Nun ja, die offizielle SUHV Regel besagt, dass dies durchaus erlaubt ist, was der Gegner nach kurzem Check in die Reglemente dann auch einsah. Der UHCO drückte nun vehement auf den Anschlusstreffer, aber fallen wollte dieser nicht und so gingen die beiden Teams mit einem 2:4 in die Pause.

Die Devise für den Schlussabschnitt war klar, volles Rohr wollte man gehen und hier den Rückstand möglichst rasch wegmachen. Vielleicht wollte man zu schnell zu viel. Und so kam es wie es in solchen Situationen zu Hauf vorkommt. Anstatt selber für Tore zu sorgen, erhielt man sie hinten eingeschenkt. Gleich zwei leichtsinnige Treffer in der Entstehung kurz nach Wiederanpfiff musste man hinnehmen – keine leichte Kost, welche man zuerst verdauen musste. Doch dank einer intakten Moral fing man sich wieder. Ein erneutes Überzahlspiel münzte Leder nach Vorarbeit des omnipresenten Gilli in einen Treffer um. Als rund 10 Minuten vor Schluss auch Bum-Bum-Bumbacher nach Zuspiel vom Schlussmann Vogler auf 4:6 verkürzen konnte, war allerspätestens dann die Spannung wieder zurück im Spiel. Die Zweikämpfe wurden nun noch ruppiger geführt, jedoch immer im erlaubten Rahmen. Leider wurden die Bemühungen nicht belohnt, die «Toggis» machten rund 3 Minuten vor Schluss mit dem Treffer ins verwaiste Tor alles klar.

Schlussendlich mussten sich die Siggenthaler mit einem 4:7 begnügen und stehen mit leeren Händen da. Der Einsatz, das Engagement und die Moral stimmte aber und so muss man auch anerkennen, dass der Gegner hier und heute einfach besser war. Der Sieg der Toggenburger war schlussendlich verdient, machten sie über weite Strecken mehr für das Spiel. Aber so ganz chancenlos war man nicht und das sollte jedem einzelnen Mut machen für die bevorstehenden Aufgaben.

Aufgebot:
Baumann Nico, Baumgartner Nico, Bumbacher Dominik, De Santis Nicola, Füglister Oliver, Haag Roman, Gilli Simon, Huber Lukas (C), Kalt Yannick, Leder Lukas, Niederberger Simon, Schüpbach Joel, Trobl Colin, Vogler Fabian (T), Weibel Dario,

Telegramm:

9. Gilli (Trobl), 1:0

9. United Toggenburg Bazenheid, 1:1

19. United Toggenburg Bazenheid, 1:2

24. United Toggenburg Bazenheid, 1:3

25. Trobl (N. Baumgartner), 2:3

35. United Toggenburg Bazenheid, 2:4

42. United Toggenburg Bazenheid, 2:5

43. United Toggenburg Bazenheid, 2:6

46. Leder (Gilli), 3:6

50. Bumbacher (Vogler), 4:6

58. United Toggenburg Bazenheid, 4:7

News verfasst von Oliver Füglister

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