Herren 1 sichert sich den Gruppensieg

05.03.2018

Am vergangenen Sonntag fand im idyllischen Nürensdorf die vorletzte Meisterschaftsrunde statt. Dank der laufenden Berichterstattung über die Resultate seitens der Organisatoren wurde schon auf der Hinfahrt energisch über die möglichen Szenarien diskutiert. Konnte man den Gruppensieg schon heute dingfest machen? Ja, denn die direkten Konkurrenten nahmen sich die Punkte gegenseitig weg und mit 2 Siegen könnten die Obersiggenthaler nicht mehr vom Leaderthron gestossen werden.

Da nebst dem Captain, dem Vize-Captain, sein Stellvertreter und auch der nächste Thronnachfolger aus diversen Gründen fehlten, musste aus der Not heraus ein neuer Spielführer bestimmt werden. Das Trainertrio entschied sich für den Sirenenmann Hitz, welcher unter Tränen (so wurde es jedenfalls dem Berichterstatter gemeldet) das Amt antrat. Gott sei Dank hatte Servicemann Widmer seine Nadel samt Faden parat, um die Binde ein wenig einzunehmen. Nun aber zum Wesentlichen – dem ersten Spiel gegen Unihockey Bassersdorf Nürensdorf. Der Auftrag war klar, die Spieler sollen sich auf ihr Spiel und ihre Fähigkeiten konzentrieren und sich nicht dem Gegner anpassen. Gesagt getan oder eben genau nicht, nach 3 Minuten hiess es 0:1 aus Sicht der Obersiggenthaler. Nette Geste, womöglich ein Anstandsgeschenk dachte sich wohl auch der mitgereiste «Fanblock» der Siggenthaler. Danach kamen die Herren aus dem Aargau besser ins Spiel. Interimscaptain Hitz übernahm in seiner neuen Rolle sehr vorbildlich die Verantwortung und schoss nach einem cleveren Schuss oder besser gesagt Schüsschen den Ausgleich für sein Team. Das Zuspiel kam von Abwehrhühne Kalt. Kurz vor dem Pausentee eröffnete sich für die Siggenthaler die Chance mit einem Mann mehr in Führung zu gehen. Man war zwar bemüht, aber schliesslich zu ungefährlich. So blieb es beim Unentschieden nach 20 Minuten. Kurz nach Wiederanpfiff brachte Füglister die Kugel auf das gegnerische Tor, vor welchem Keller für Unruhe sorgte und dies äusserst erfolgreich. Der Ball war drin, wie genau wusste niemand so recht. Im Matchtelegramm wurde der Treffer als Eigentor aufgeführt. Als kurze Zeit später die Unparteiischen zwei Streithähne, welche sich ein wenig zu nahe gekommen sind, in die Kühlbox schickten, ging die Partie mit 4 gegen 4 weiter. Die Siggenthaler wussten eindeutig besser mit der Situation umzugehen. Zuerst schoss Bumbacher seine Farben auf Zuspiel von Kistler mit einem sehenswerten Hocheckschuss mit 3:1 in Front. Wenige Sekunden später reagierte Keller nach einem Abpraller am schnellsten und versenkte den Ball aus der Luft in die Maschen. Selbst Tennisexperte Heinz Günthardt hätte von einem perfekten Halbvolley gesprochen. Endlich zahlte sich das jahrelange Training auf dem Tenniscourt auch mal aus hiess es danach auf der Auswechselbank. Als dann wieder in Vollzahl gespielt werden konnte, ereignete sich historisches. Dario Weibel, notabene der Jüngste im Rudel, krönte seine sehr gute Leistung unter «Grossmutter’s Augen» mit seinem ersten Tor für die Herrenmannschaft. Historiker eilten sofort ins Archiv um zu sehen, ob er gar der Jüngste in der Geschichte des UHCO war, welchem ein Treffer in einem Meisterschaftsspiel auf Herrenstufe erzielen konnte. Bis heute konnte diese Tatsache nicht geklärt werden, man ist aber weiterhin bemüht um Aufklärung. Das Heimteam konnte zwar noch einmal auf 5:2 verkürzen. Für den Schlusspunkt war dann wieder Hitz verantwortlich, welcher nach schönem Zuspiel von Füglister gekonnt einnetzte. Mit dem 6:2 Sieg war der 1. Schritt in Sachen Gruppensieg getan, doch die Reise war noch nicht zu Ende.

Im 2. Spiel wartete mit dem UHC Bremgarten ein Gegner, welcher rein auf dem Papier zu schlagen sein müsste. Man startete aber ein wenig konfus in die Partie. Etliche Spieler liessen die nötige Konzentration ein wenig zu wünschen übrig. Viele Fehlpässe, verkeilte Dribblings oder missglückte Abschlüsse waren die Folge davon. Just in dieser Phase zog sich Patron Niederberger bei einer seiner berühmt berüchtigten «Streck-/Abwehrintervension» eine bis jetzt undefinierte Oberkörperverletzung zu. Wie lang er nicht mehr lachen kann, wird sich zeigen. Wir wünschen ihm an dieser Stelle gute Besserung. Bumbacher hatte seine Flinte resp. sein Stock an diesem Samstag ganz genau eingestellt. Mit einem präzisen Schuss in den Winkel brachte er sein Team auf die Siegerstrasse. Danach war es aber wieder ein zähes Ringen ohne das etwas zählbares herausschaute. Bis kurz vor der Pause, als Hitz auf Zuspiel von Keller zum 2:0 einschob. Nach dem Pausentee war es wiederum Hitz, der diesmal auf Zuspiel von Sascha Baumgartner mit einem herrlichen One-Timer auf 3:0 erhöhte. Das hier das Tor noch an Ort und Stelle stand verwunderte selbst den Materialwart auf den Rängen. Die Captainbinde und das in ihm gesetzte Vertrauen beflügelte wohl den charismatischen Center, es war bereits sein 4. Treffer an diesem Tag. Der Bann war nun endgültig gebrochen. Sascha Baumgartner erreichte mit einem seiner Zuckerzuspielen den freistehenden Füglister, welcher keine Mühe bekundete den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Ein altes Sprichwort lautet: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. In etwa so musste es sich für Kistler angefühlt haben. Etliche Male zog er von der Distanz ab, aber Fortuna war nicht auf seiner Seite. Bis zu seinem letzten Versuch. Auf Zuspiel von Bumbacher durfte er endlich seinen persönlichen Treffer bejubeln. Für das Schlussbouquet war diesmal der äussert stark aufspielende Bumbacher besorgt. Er machte mit seinem Treffer zum 6:0 seinen persönlichen Doppelpack in diesem Spiel perfekt. Der finale Pass kam von Schüpbach. In den Schlussminuten gab es nur noch eine Frage zu klären. Gelang dem UHCO mit Hürsch im Tor einen Shutout? Ja, der UHC Obersiggenthal überstand die letzten verzweifelten Angriffe der Bremgartner schadlos und feierten somit einen ungefährdeten 6:0 Sieg.

Somit war es also Tatsache – der UHC Obersiggenthaler ist mit diesen 4 gewonnenen Punkten vorzeitig Gruppensieger und qualifiziert sich souverän für die Aufstiegsspiele. Bis es aber Mitte April soweit ist, wird das Fanionteam am 25.03.2018 in der heimischen Halle zur Kür ansetzen. Wir freuen uns schon jetzt auf einen tolle Unterstützung.

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