Herren 1 ringt Schüpfen-Busswil nieder

30.03.2014

Dank dem 7:3 Auswärtssieg und somit dem Ausgleich in der Serie kam es am 28.03.2014 zur „Finalisima“ in der heimischen Sporthalle gegen den UHC White Wings Schüpfen-Busswil. Für diese allesentscheidende Partie rechneten die Organisationen mit einem grossen Fanaufmarsch. Und dies bewahrheitete sich, Adleraugen zählten Sage und Schreibe 159 Zuschauer auf den Rängen.

Für die Stimmung war also gesorgt, jetzt mussten nur noch ihre Lieblinge ihren Job machen und den nötigen Sieg einfahren. Eine konzentrierte Mannschaftsleistung wird der Schlüssel zum Erfolg sein und so legten die Heimherren auch gleich los. Sie spielten ab der 1. Minute stark auf und setzten so den Gegner immer wieder unter Druck. In der 11. Minuten wurden sie für ihre Bemühungen endlich belohnt. Rothe mit dem Zuspiel auf Bösch, welcher mit einem herrlichen Schlenzer zur 1:0 Führung traf. Und es ging weiter in die immer gleiche Richtung, sprich auf das Tor der weissen Flügel. Manche Zuschauer behaupteten sogar, dass sie Goalie Frunz bei leichten Aufwärmübungen sahen. Doch das Frunz zu einer solchen Massnahme greift ist eher ein Ding der Unmöglichkeit. Viel zu tun hatte er aber in den ersten Minuten nicht, zu gut stand die Defensive und meistens spielte sich das Spielgeschehen weit weg vom eigenen Tor ab. So auch in der 18 Minute, als wiederum Bösch sich ein Herz fasste und das runde löchrige in die Maschen buxierte. Die Halle tobte förmlich. Mit der 2:0 Führung ging man in die Drittelpause. Eine verdiente Führung, dennoch mussten sich die Obersiggenthaler den Vorwurf gefallen lassen, nicht mehr aus den zahlreichen Chancen gemacht zu haben. Die Spieler genossen den Pausentee während sich die Zuschauer stärkten bzw. ihre Stimme für den 2. Abschnitt ölten. Es dauerte eine ganze Weile, bis im 2. Drittel etwas erwähnenswertes ereignete. Die Obersiggenthaler gaben das Spielgeschehen ein wenig aus der Hand, als ob sie Angst hatten die Führung auszubauen. Sie stellten sich nur noch hinten rein und vorne ging praktisch gar nichts mehr. So konnte sich Frunz zwar auf Betriebstemperatur bringen, doch beruhigend war dies für den weiteren Spielverlauf nicht. Es kam so wie es kommen musste, nach einem Abpraller war ein Schüpfener gedankenschneller und verwerte diesen zum 2:1. Kurz vor der Drittelpause zog dann nochmals der brillant aufspielende Bösch seine Kreise in der Offensive. Mit einem satten Schuss traf er aber nur die Torumrahmung. So ging man mit dem 2:1 in die Pause. Wer den UHCO aber ein wenig besser kennt wusste, dass hier noch mehr kommen würde. Das Mitteldrittel war in der Vergangenheit immer das Schlechteste. In der Garderobe war den Spielern auch aus diesem Grund die Zuversicht auf ein besseres Schlussdrittel anzusehen. Angetrieben von den lautstarken Fans, schaltete man noch einen Gang höher. Captain Gilli übernahm die Verantwortung auf dem Platz und setzte mit dem 3:1 nach rund einer Minute nach Wiederanpfiff ein deutliches Zeichen. Den Gästen setze dies zu, sie hatten mehr und mehr ihre Nerven nicht mehr im Griff und mussten zu unerlaubten Mitteln greifen. Das Schiedsrichterduo stellte zuerst nach einem Rencontre im Slot den 1. Schüpfener in die Kühlbox und schickte kurze Zeit später wiederum nach einem Foul den 2. für 2. Minuten raus. Und so bot sich die Gelegenheit, die Führung in doppelter Überzahl auszubauen. Der Ball lief sehr gut. Luternauer spielte rüber zu Bösch, welcher mit dem 3. persönlichen Treffer für das 4:1 besorgt war. Das war die Vorentscheidung, dachten zumindest die meisten Zuschauer, als sie am Kiosk bereits die Champagnerbestellung abgaben. Doch sie wurden für ihr Vorgehen bestraft, denn mit dem Mut der Verzweiflung horchten die Gäste nochmals auf und zeigten ein Lebenszeichen von sich. Mit 2 kurz nacheinander erzielten Treffern war die Partie plötzlich wieder auf der Kippe. Coach Minder nahm das fällige Time-Out um seine Spieler wieder zu pushen. Jetzt ja nicht in Panik verfallen und das Spiel noch aus der Hand geben, war das Motto. Füglister auf Pass von Luternauer besänftige die Nerven und markierte das wichtige 5:3. Nur kurze Zeit später waren dann sämtliche weisse Flügel der Gäste gestutzt, als Topscorer Hitz, wiederum auf Zuspiel von Oldie Luternauer das vorentscheidende 6:3 erzielte. Der Mist war geführt, die Leute tobten, dennoch wollte Schüpfen-Busswil das Unmögliche trotzdem noch schaffen. So nahmen sie rund 3 Minuten vor Schluss noch den Torhüter raus. Da dieses Unterfangen meistens nicht von Erfolg gekrönt wird, kassierten die Gäste noch den sogenannten „Empty-Netter“ ins verwaiste Tor. Bösch, wer denn sonst, war für das Endergebnis von 7:3 zuständig. Dann war Schluss, die Party konnte steigen.

Es war ein perfekter Abschluss dieser Saison. Mit dem Messer am Hals konnte man trotzdem noch den Kopf aus der Schlinge ziehen und die spannende Serie noch drehen. Über die ganze Serie, ja auch über die ganze Saison gesehen ist dieser Ligaerhalt sicherlich verdient. Zuerst noch belächelt und abgestempelt als sicherer Absteiger, konnte die Herren aus Obersiggenthal dennoch die Klasse halten und spielen auch nächste Saison 2. Liga Unihockey.

Der UHCO und speziell das Herren 1 bedankt sich bei all den Zuschauern, welche sie während der Saison so tatkräftig unterstützt haben. Das letzte Spiel mit der absolut einmaligen Kulisse war natürlich das i-Pünktchen auf dem i. Einfach nur Wahnsinn! Wir hoffen, dass ihr auch nächste Saison den Weg in die heimische Sporthalle finden werdet.

V I E L E N     D A N K

O. Füglister (1/0); Hitz (1/0); Luternauer (0/3); Gilli (1/0); Bösch (4/0); Rothe (0/2); Niederberger (0/0); Kistler (0/0); Leder (0/0); M. Füglister (0/0); Schüpbach (0/0); Wettstein (0/0); Haag (0/0); Mägert (0/0); Frunz (0/0); Hunziker (0/0)

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