Herren 1 mit weiterem Sieg

21.10.2019

Zum 3x en suite mussten die Spieler des Fanionteams ins Matchdress schlüpfen. Die Spieler kamen kaum nach mit Waschen – denn schon wieder stand eine Meisterschaftsrunde auf dem Programm. Die Beine wurden langsam aber sicher strapaziert. So merkte man dies auch beim Matchaufgebot – das Kader war dünn gesät.

Um dem gegenwirken zu können, haben sich der Trainerstaff und einige Spieler extra am Vorabend beim Gaudi auf der Badener Wiesn versammelt um die Taktik und die Marschroute für den nächsten Tag zu besprechen. Dass es dabei lustig zu und her gegangen sein muss, war auch am Matchday noch augenfällig. Doch spätestens beim seriösen Einlaufen, gehörte dieses Abendteuer der Vergangenheit an. Man konzentrierte sich auf die bevorstehende Aufgabe gegen die Squirrels aus Ettingen. Doch wo war das Taxi-Leder zu diesem Zeitpunkt? Augenzeugen berichteten, sie seien im Kanton Bern gesichtet worden. Aus einer gut informierten Quelle war zu hören, dass die Vorlesung des letzten Spielberichtes die Insassen dermassen in den Bann gezogen hat, dass der Fahrer erst 5 Ausfahrten später den Blinker endlich setzte. Schön wenn ein Spielbericht so fesselnd sein kann wie ein guter alter Krimi. Nun aber genug Märchen erzählt, wir gehen rein in die Partie:

Auch die Zuschauer rieben sich die Augen wund, als sie Torwächter Vogler ungewohnt mit dem Stock in der Hand auf’s Feld marschieren sahen. Wegen dem Personalengpass versuchte er Heute sein Glück auf dem Feld. Das Tor wurde durch Saisondebütant Frunz gehütet. Die Partie war von Beginn an hart umkämpft. Beide Mannschaften steckten nicht zurück und gingen resolut in die Zweikämpfe. Wuschelkopf S. Baumgartner mit plötzlichem Energieanfall, tankte sich gekonnt durch die Abwehrreihe der Einhörnchen durch und erzielte nach 6 gespielten Minuten den Führungstreffer für sein Team. 2 Zeigerumdrehungen später bediente Füglister den völlig in Vergessenheit geratene Niederberger im Slot. Dieser zimmerte den Ball wuchtig unter die Latte zum 2:0. Eine komfortable Führung, welche man gerne zum Pausentee mitgenommen hätte. Doch die Leserschaft ahnt es wohl, just vor der Sirene musste auch Frunz das erste Mal hinter sich greifen.

Im 2. Abschnitt erhöhte der UHCO die Schlagzahl. Sie versuchten nun Tempo in ihr Spiel reinzubringen und mehr Abschlussversuche wahrzunehmen. Trobl legte auf für Niederberger. Während Verstärkungsmann Bertschi für ordentlich Unruhe im gegnerischen Slot sorgte, durchdrang das Geschoss von Niederberger den Abwehrriegel zur 3:1 Führung. Doch wo war eigentlich Huber – notabene der Goalgetter vom Dienst – bis zu diesem Zeitpunkt? Er hielt sich bis dahin bedeckt, aber dann gelang ihm auf Pass von N. Baumgartner den 4:1 Treffer in bekannter «Gring abe u seckle»-Manier. Die Baselländler waren um eine schnelle Reaktion bemüht. Sie stellten nur wenig später den alten Torrückstand wieder her. Dass auch ein Freistoss in der Ecke brandgefährlich sein kann, zeigte das Duo Füglister/Trobl. Während sich Trobl wie ein Mäusebussard neben dem weiten Pfosten auf die Lauer setzte, passte Füglister zu ihm. Mit einem gekonnten Move verspeiste Trobl das letzte Einhörnchen und netzte gekonnt ein. «Diese Variante hatten wir im 1. Drittel noch kurzerhand einstudiert», gab Trobl mit einem «Lausbuben-Grinsen» im Gesicht zu Protokoll. Nur wenige Zeit später klingelte es schon wieder im Tor der Ettinger. Diesmal war es der vom Krankenbett auferstandene Bumbacher, welcher auf Vorlage von De Santis reüssieren konnte. Mit der 6:2 Führung im Rücken konnte man gestärkt den Gang in die Pause antreten.

Für den 3. Abschnitt war die Devise klar. Für einmal den Vorsprung ruhig und kontrolliert über die Runde bringen. In der Vergangenheit hatte man immer wieder seine liebe Mühe damit und brachte sich so selber in unnötige Schwierigkeiten. Kurz nach Wiederaufnahme des Spiels wurde eine 2 Minuten-Strafe gegen die Ettinger verhängt. Sie standen sehr offensiv, was die Obersiggenthaler auszunutzen versuchten. Bumbacher mit famosen Zuspiel auf den freistehenden Füglister, welcher danach keine Mühe bekundete die Kugel im Netz zu versorgen. Dass Vogler nicht wirklich auf dem Feld zu Hause war, sah man wenig später. Ein rudimentärer Stockschlag war ausschlaggebend, ihn für 2 Minuten kalt zu stellen. Die Ettinger zogen daraufhin ein gutes Powerplay auf. Jedoch gab es nichts Zählbares für sie zu holen, denn die Defensive samt einem gut aufgelegten Frunz im Tor verhinderten gemeinsam einen Treffer. Als die Strafe gerade abgelaufen war, mussten sie sich aber trotzdem geschlagen geben. Die Ettinger nun sichtlich im Aufwind, übernahmen fortan das Spieldiktat. Nur 2 Minuten später gelang ihnen – ein wenig glücklich in der Entstehung – das 7:4. Zeit für das Trainerduo ihr Time-Out einzuziehen, um so den Lauf der Baselländler zu brechen. Für einen Ettinger Feldspieler war dies zu viel des Guten. Nach einem verbalen Aussetzer, schoben die Unparteiischen ihm einen Riegel und setzten ihn für 2+10 Minuten auf die Strafbank. Die Möglichkeit für den UHCO, sich aus der Umklammerung zu lösen. Doch man (Name der Redaktion bekannt) sündigte im Abschluss und so verstrich diese Möglichkeit dahin. Bei nummerischer Gleichzahl drückte nun der Gegner vehement auf ein weiteres Tor. Dieses fiel dann auch 5 Minuten vor Schluss mittels Penalty. Schenkte man nun tatsächlich einen 5 Tore-Vorsprung noch her? Abwehrleitwolf S. Baumgartner hatte etwas dagegen. Mit seinem herrlichen Befreiungsschlag traf er in das verwaiste Tor. Durchschnaufen war angesagt – doch nicht für lange Zeit. 1 Minute vor Schluss überhäuften sich die Ereignisse. Die Ettinger kamen nochmals auf 8:6 heran, ehe Trobl kurz vor Schluss regelwidrig gestoppt wurde. Penalty war die Konsequenz. Captain Huber übernahm die Verantwortung und traf zum Endstand von 9:6.

Alles in allem geht der Sieg völlig in Ordnung. «Die Art und Weise wie sich unsere Jungs im letzten Abschnitt präsentiert haben, war nicht das, was wir zur 2. Pause gefordert haben», stellte Coach Fässler klar. Das sehen auch die aufmüpfigen Journalisten nicht anders. Es ist auch den Spielern absolut bewusst, dass hier noch eine Schwachstelle vorhanden ist und man für die kommenden Spiele unbedingt ein Brikett drauflegen muss. Man könnte sich das Leben oder besser gesagt das Spiel so viel einfacher machen, als immer wieder eine Zitterpartie draus machen zu müssen. Nichts desto trotz, 3 weitere Punkte sind im Trockenen.

Aufgebot UHC Obersiggenthal:

Baumgartner Nico, Baumgartner Sascha, Bertschi Nathanael, Bumbacher Dominik, Canzani Nico, De Santis Nicola, Frunz Andreas (T), Füglister Oliver, Huber Lukas (C), Kalt Yannick, Kistler Christoph, Leder Lukas, Niederberger Simon, Schüpbach Joel, Trobl Colin, Vogler Fabian,

Telegramm:

6. S. Baumgartner, 1:0

9. Niederberger (Füglister), 2:0

20. Squirrels Ettingen, 2:1

28. Niedeberger (Trobl), 3:1

34. Huber (N. Baumgartner), 4:1

35. Squirrels Ettingen, 4:2

37. Trobl (Füglister), 5:2

37. Bumbacher (De Santis), 6:2

43. Füglister (Bumbacher), 7:2

46. Squirrels Ettingen, 7:3

48. Squirrels Ettingen, 7:4

55. Squirrels Ettingen, 7:5

59. S. Baumgartner, 8:5 (leeres Tor)

60. Squirrels Ettingen, 8:6

60. Huber, 9:6 (Penalty)

News verfasst von Oliver Füglister

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