Herren 1 mit unglücklicher Niederlage

08.10.2019

Am Sonntagnachmittag machte sich das arg dezimierte Grüppchen des Fanionteams auf den Weg nach Wohlen für das Spiel gegen den TSV Unihockey Deitingen II. Als lautstarke Unterstützung wurde auch der Nachwuchs «miteingepackt» um die möglichen 3 Punkte zu ergattern.

Am Zielort angekommen, bereitete man sich akribisch auf die Aufgabe vor. Eine kleine Fussballjonglierrunde lockerte die Stimmung auf, so dass jeder frei im Kopf war. Nun gut, dass mit dem korrekten Hantieren des Fussballs muss wohl noch ein wenig geübt werden, zum Teil sah es eher nach einem klassisch englischen Kick-and-Rush-Spiel aus. Aber nun gut, der Fokus sollte ja nicht darauf gelegt werden, sondern auf das anstehende Spiel.

Gestärkt nach einem über weite Strecken überzeugenden Auftritt im 1. Spiel, wollte man dort anknüpfen, wo man aufgehört hat. Den Mannen wurde vom Trainerstaff eingeimpft, ihr Spiel zu spielen und mit der nötigen Entschlossenheit ans Werke zu gehen. Nun ja, die Entschlossenheit wurde wohl noch in der Garderobe zurückgelassen. Nach einem aus Sicht der Obersiggenthaler unglücklichen Treffer sah man sich schon nach 27 Sekunden mit einem 0:1 Rückstand konfrontiert. Ab diesem Zeitpunkt nahm aber eindeutig die Mannschaft aus dem Aargau das Zepter in die Hand. Sie agierten mit einem aggressiven Pressing, worauf sich die Deitinger nur noch mit hohen weiten Bällen aus der Defensive lösen konnten. Bumbacher fasste sich nach rund 8 Minuten ein Herz und brachte seine Farben mit dem 1:1 Ausgleichstreffer endgültig zurück ins Spiel. Kurz darauf erhöhte mit Neocaptain und Bierbaron Huber auf 2:1. Das Zuspiel kam vom nimmermüden Bumbacher. So einfach liessen sich die Deitinger aber nicht abschütteln, sie glichen kurz vor Drittelspause wieder aus.

Im 2. Abschnitt war es wieder das kongeniale Duo „HuBu“, welches zuschlug. «Ehrlich gesagt, wusste ich nicht mal wo das Tor stand, ich hielt einfach mal drauf und wurde für meinen Mut belohnt», liess sich Torschütze Huber beim Platzinterview von Tele Otelfingen zitieren. Genau diesen Mut, liessen seine Mitspieler bei gewissen Aktionen vermissen. Und so blieb es ein Spiel auf Messerschneide. Man hatte zwar mehr Spielanteile, aber in Tore ummünzen ist ein anderes Kapitel. Ganz im Gegensatz zu den Siggenthaler, wussten die Deitinger, wie mit ihren Chancen umzugehen ist. Aus eigentlich ungefährlichen Situationen, bei welchen man konsequenter hätte agieren und aufräumen müssen, brannte es plötzlich lichterloh in der Defensivabteilung. So auch kurz vor dem erneuten Pausentee, als die Deitinger den glücklichen 3:3 Ausgleich schossen.

Das weisse Ballett wollte im 3. Drittel für die Entscheidung sorgen. Wie von einer Tarantel gestochen zog Offensivverteidiger Thörig los und schloss beherzt ab. Sein Schuss an Freund und Feind vorbei landete schlussendlich im Tor. Somit war der erste Treffer für das Fanionteam Tatsache – Herzliche Gratulation seitens der Redaktion. Kurz darauf bot sich dem UHCO die grosse Chance die Führung in Überzahl auszubauen. Nach kleineren Feinjustierungen funktionierte das Powerplay besser als beim 1. Versuch früher in der Partie und so sah Füglister den freistehenden Weibel, welcher eiskalt zum 5:3 einschob. War die Sache nun gegessen? Denkste, es sollte sich noch ein Drama abspielen. Doch «nur ned z’gsprengt», schön Eins nach dem Anderen. Nach einem Abpraller infolge eines Freischlages war der Stürmer der Deitinger gedankenschneller als sein Gegenspieler und bezwang Vogler im Tor der Siggenthaler. Nur 5 Minuten später, reüssierten die Solothurner erneut. Nun konnte jeder Treffer der Entscheidende sein – und es sollte sich bewahrheiten. Ein bisschen mehr als 1 Minute vor Schluss gelang den Deitinger der vielumjubelte Siegestreffer. Man versuchte zwar nochmals alles, ersetzte Vogler durch einen zusätzlichen Feldspieler, doch der Ball wollte nicht mehr rein. So ging dem UHCO plötzlich die Zeit aus. Als der Ball doch noch im Netz zappelte, war der Ofen aber schon aus. Spiel vorbei – Aus die Maus.

Mit dem Resultat von 5:6 dürfen die Siggenthaler sicher nicht zufrieden sein. Man war über weite Strecken besser, hatte mehr Chancen. Doch wer sie Vorne nicht macht, kriegt sie Hinten, so ein allgemein bekanntes Sprichwort, welches sich auch an diesem Tage bewahrheitet hat. Schade, denn es war eindeutig mehr drin. Dass das Team viele Absenzen zu beklagen hatte, darf hier nicht als Ausrede gelten. Man hatte es in den eigenen Händen, aber man agierte viel zu oft, nicht mit der nötigen Konsequenz/Entschlossenheit aber auch Cleverness. Sei dies in der Defensive, aber auch vor dem gegnerischen Tor. All dies gilt es in den nächsten Trainings aufzuarbeiten und zu verbessern, damit man nächsten Sonntag bereit ist, eine Reaktion zu zeigen.

Aufgebot UHC Obersiggenthal:

Bumbacher Dominik, Canzani Nico, De Santis Nicola, Füglister Oliver, Gilli Simon, Haag Roman, Huber Lukas (C), Kälin André, Kistler Christoph, Schüpbach Joel, Thörig Sven, Trobl Colin, Vogler Fabian (T), Weibel Dario

Telegramm:

1. TSV Unihockey Deitingen II, 0:1

8. Bumbacher, 1:1

12. Huber (Bumbacher), 2:1

19. TSV Unihockey Deitingen II, 2:2

27. Huber (Bumbacher), 3:2

40. TSV Unihockey Deitingen II, 3:3

43. Thörig, 4:3

45. Weibel (Füglister), 5:3

45. TSV Unihockey Deitingen II, 5:4

50. TSV Unihockey Deitingen II, 5:5

59. TSV Unihockey Deitingen II, 5:6

News verfasst von Oliver Füglister

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