Herren 1 ergattert sich 3 weitere Punkte

13.02.2018

Die Spieler des Herren 1 mussten am vergangenen Sonntag früh aus den Federn – sehr früh. Einmal mehr erhielten sie den Zuschlag für das Eröffnungsspiel der Meisterschaftsrunde. Einige Aktivisten überlegten sich gar eine Sammelklage wegen den unsittlichen Anspielzeiten einzureichen – Präsident Minder winkte jedoch sofort ab und verwies an die historische Unihockeygeschichte (Band 2 im Alten Testament). Diese besagt, dass schon im Mittelalter die besten Spiele immer vor dem Sonnenaufgang ausgetragen wurden. Die Spieler schenkten dieser Sage ihren Glauben und machten sich fortan frischfröhlich und aufgestellt auf den Weg ins wunderschöne Adliswil in der Nähe von Zürich.

In der Halle angekommen, mussten die Herren feststellen, dass hier in Zürich wohl keine Warmduscher angesiedelt sind. Trotz moderner Halle war die Heizung auf Sparflamme eingestellt. Die frostigen Temperaturen machten dem einen oder anderen Spieler am Anfang noch zu schaffen. Ein ordentliches Aufwärmen und gelegentlich einen Schluck aus der der Pulle oder besser gesagt aus dem Kaffeebecher sollte dagegen nützen. Als es dann endlich für die Herren losging, war dann auch der Hinterletzte einigermassen auf Betriebstemperatur.

Es stand ein enorm wichtiges Spiel gegen den direkten Verfolger THS Adliswil auf dem Programm. 2 mickrige Punkte trennten die beiden Teams. Dies kümmerten die aufgebotenen Unparteiischen aber herzlich wenig. Weit und breit war keine Spur von ihnen zu sehen und so schlüpfte Haag kurzerhand in die Schiedsrichteruniform und leitete mit einem Herrn aus dem Lager der Harten Stöcke (Kein Scherz, denn die Adliswiler nennen sich Hardsticks) das Spiel – herzlichen Dank nochmals an die beiden. Trotz dieser Unruhe startete der UHCO mit höchster Konzentration in die Partie. Dies zahlte sich auch aus. Nach nur gerade knapp 2 Minuten netzte Bumbacher nach einer feinen Einzelleistung zur 1:0 Führung ein. Der UHCO war in der Startphase klar besser, konnte aber die herausgespielten Chancen nicht nutzen. Dies wäre enorm wichtig gewesen um den Schwung zu halten. So baute der UHCO aus unerklärlichen Gründen plötzlich ab und liessen den Gegner immer besser ins Spiel kommen. Ein unglückliches Eigentor von S. N. (auf Wunsch des Spielers wird der vollständige Name nicht genannt) war die Quittung für dieses Nachlassen. Es wurde nicht unbedingt besser, aber zum Glück musste der UHCO vor dem Pausentee keinen Gegentreffer mehr hinnehmen. Nach der deutlichen Pausenansprache des Trainergespanns waren die Spieler in der Pflicht, es in der 2. Halbzeit besser zu tun. Niederberger mit einem satten Schuss – behind the blue-line – konnte der Keeper zwar noch parieren, aber da war Slotspezialist Marcel Hitz zur Stelle und schnippte gekonnt zur 2:1 Führung ein. Beobachter des Herren 1 sahen ihn schon in den letzten Trainings energisch und konsequent an der Slotarbeit trainieren. Der UHCO verpasste es aber wiederum, gleich danach eine 2 Tore-Führung herauszuspielen. Und da Adliswil alles andere als chancenlos war und sich zum Teil hochkarätige Chancen herausspielten wurde es immer mehr zu einer Zitterpartie. Einen Schockmoment der unschönen Art musste der UHCO hinnehmen, als sich Abwehrpatron Mägert plötzlich vor Schmerzen am Boden wälzte. Nach einem unglücklichen Zweikampf in der eigenen Zone riss er sich – wie sich später herausstellte – die Achillessehne. An dieser Stelle Gute Besserung Ramon. Noch 5 Minuten waren zu spielen, als Sascha Baumgartner den freistehenden Füglister bediente, welcher den gegnerischen Torhüter mit all seiner Routine zum 3. Mal überwinden konnte. Somit war der UHCO endgültig auf die Siegesstrasse abgebogen. Es wurde zwar noch ein paar Mal brenzlig vor dem Kasten von Vogler, doch dieser entschärfte sämtliche Abschlussversuche des Gegners bravourös. Somit blieb es beim knappen aber nicht unverdienten 3:1 für den UHC Obersiggenthal.

Im 2. Spiel stand mit UHC Limmattal II ein starker aber auch unangenehmer Gegner auf der anderer Seite des Parketts. Zum Glück waren die Spielleiter zu dieser Partie aufgetaucht und so konnte auch Haag endlich sein Können auf dem Spielfeld zeigen. Schnell wurde aber klar, dass die Unparteiischen nicht ihren besten Tag erwischt haben. Und da beide Mannschaften hart und zum Teil auch über dem Erlaubten agierten, wurde es eine ruppige und zähe Partie. Als sich einmal Platz anbot, bediente Keller den freistehenden Füglister mustergültig, welcher durch die Hosenträger des Torhüters den Bann brach und das 1:0 erzielen konnte. Es war ein Auf und Ab. Chancen gab es fortan auf beiden Seiten, doch die Schlussmänner hielten stark und so sah es lange so aus, als würden die Mannschaften mit dem 1:0 in die Pause stolzieren. Doch nach einem wahrlichen «Gestocher» vor dem Tor von Vogler buxierte schlussendlich ein Limmattaler die Kugel doch noch rein zum 1:1 Ausgleich. Die 2. Halbzeit können wir uns grundsätzlich schenken, da nichts mehr Zählbares herausschaute. Chancen gab es zwar Hüben wie Drüben, aber entweder Unvermögen der Spieler oder starken Paraden der Torhüter waren Schuld, dass keine Tore mehr fielen. Somit blieb es beim gerechten 1:1 Schlussresultat. Am Schluss gab es noch eine Szene die man mehr aus dem Eishockey kennt – eine Rudelbildung. Fäuste flogen zwar keine, aber die eine oder andere Nettigkeit wurde ausgeteilt und den Schiedsrichter blieb nichts anderes übrig, als den beiden Initianten des Rudels die Ampelkarte zu zeigen. Unnötig aber wie sich im Nachhinein bei der kurzen Aussprache herausstellte, war es lediglich ein Missverständnis, was zum ganzen Theater führte. Aber so ist es im Sport, Emotionen kochen hoch und zum Teil auch über.

Mit diesem durchwegs erfolgreichen Spieltag der Obersiggenthaler sind sie ihrem Ziel einen weiteren Schritt näher gekommen. Sie haben nun 3 Punkte Vorsprung auf ihren nächsten Verfolgen – den Hardsticks aus Adliswil.

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