Emotionale Woche für die 1. Mannschaft

27.01.2017

Für die erste Mannschaft standen innerhalb von einer Woche zwei Meisterschaftsrunden auf dem Programm. Man war sich bereits seit längerem bewusst, dass diese Woche wegweisend für den weiteren Verlauf der Meisterschaft sein würde. Leider kam aber alles anders, als man sich das vorgestellt und auch gewünscht hatte.

Der Start in diese wegweisende Woche war das Spiel am frühen Sonntag (15.01.17) Morgen gegen Unihockey Baden-Birmenstorf. Gegen den Lokalrivalen hatte man im Hinspiel viel Mühe bekundet und das Spiel 0:3 verloren. Doch auf Seiten des UHCO glaubte man fest daran, diesen Sieg nach Hause zu bringen, war doch das Hinspiel eines der ersten der aktuellen Meisterschaft und die Mannschaft hat seit diesem Spiel viel dazu gelernt und einige starke Spiele gezeigt. Schnell wurde aber klar, dass es auch diesmal kein Selbstläufer wird. Baden-Birmenstorf startet stark und selbstbewusst in die Partie, worauf der UHCO nicht vorbereitet war. Es schien, als wären alle in Gedanken schon beim nachfolgenden Spitzenspiel gegen den UHC Mutschellen. Und so kam es, dass die Badener nach zehn Minuten 1:0 in Führung gingen. Bald darauf folgte auch das 2:0 noch vor dem Pausenpfiff. Nach der dementsprechend angeheizten Ansprache in der Pause ging der UHCO zurück aufs Feld, fest entschlossen, dieses Spiel noch zu drehen. 11 Minuten vor Schluss hämmerte Siro Petranca dann den Bal auf Pass von Roman Haag auch endlich ins Tor der Badener. Der UHCO war also wieder dran und hatte bekanntlich in der Vergangenheit mehrmals bewiesen, dass er durchaus in der Lage ist, solche Spiele noch zu gewinnen. In den folgenden 9 Minuten scheiterte man unzählige Male an der kompakten Defensive der Badener oder am stark auspielenden Torhüter. Zwei Miunten vor Schluss setzte das Trainerduo Fässler/Vogler alles auf eine Karte und ersetzte Torhüter Fumi Vogler durch eine sechsten Feldspieler. Dies ging lange gut, bis wenige Sekunden vor Schluss der Ball doch noch den Weg ins unbesetzte Obersiggenthaler Tor fand. 3:1 der Schlussstand, die Ernüchterung demenstprechend gross. Dennnoch war man nun umso fester entschlossen, dem nächsten Gegener, UHC Mutschellen, ein Bein zu stellen.

Für das zweite Spiel gegen Mutschellen nahm man sich dann auch viel vor. Nach der  Niederlage gegen das Team aus Baden mussten unbedingt Punkte mit nach Hause genommen werden. Die Blöcke wurden dafür angepasst und optimiert.

Noch nie war die ganze Mannschaft von der ersten Minute an so wach und fokussiert wie in diesem Rückrundenspiel. Erst einmal im Ballbesitz konnte man sich schon früh Chancen erarbeiten und das gegnerische Tor mit Schüssen eindecken. So war es kein Wunder das Ramon auf Pass von Nico Baumgartner den UHCO bereits in der 6. Spielminute in Führung brachte. Die aufgestauten Emotionen aus dem ersten Match spiegelten sich in der Spielfreude unserer Mannschaft wieder. Man hatte den Gegner während der ganzen ersten Halbzeit gut unter Kontrolle, was für eine Chancenungleichheit zugunsten des UHCO’s sorgte. Nach einem Freistoss aus der gegnerischen Ecke gelang es Marco Keller aus spitzem Winkel den gegnerischen Torhüter auf dem falschen Fuss zu erwischen und schoss zur Pause das verdiente 2:0.

Aus eigener Erfahrung war man sich für die zweite Halbzeit bewusst, dass der Sieger für dieses Spiel noch nicht in Stein gemeisselt war. Zu oft gelang es uns bisher wichtige Punkte nach einer stark gespielten Schlussphase zu ergattern.

Während den ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit befand man sich einem offenen Schlagabtausch. Jeglichem Angriffsversuch der Mutscheller wurde mit grösster Kraft entgegengewirkt. Aufgrund zu „übertriebener Härte“ geriet der UHCO daher in der 27. Minute in Unterzahl. Diese Chance für den Anschlusstreffer konnte der Gegner jedoch nicht für sich nutzen. AIn der 31. Minute verwertete Sämi einen Abpraller nach einem Schuss von Colin Trobl und konnte somit den Sack zugunsten des UHCO zu machen. Unsere Spielweise verlangte viel von uns ab und so war es zwar bedauerlich, aber absehbar, dass Mutschellen in der 35. Minute doch noch ein Tor erzielen konnte. Dies liess sich Yannick jedoch nicht gefallen und erzielte zum Schluss durch ein effizientes Dribbling das verdiente 4:1.

Glückwunsch an die ganze Mannschaft, das nach einer unverdienten und sehr ärgerlichen Niederlage eine solch starke Leistung abrufen konnte. Es ist nur zu hoffen, dass diese Spielfreude und Kampfgeist aus dem zweiten Match auch in Zukunft zum Vorschein tritt. Ohne einen Blick auf die Tabelle zu werfen, ist es nun wichtig jedes Spiel einzeln anzugehen, den Gegner nicht zu unterschätzen und die Punkte mit nach Hause zu bringen.

Am Morgen des 22.01 machte sich die erste Mannschaft des UHC Obersiggenthals auf den Weg zur Sportanlage Go Easy in Würenlingen. Da man jeweils Dienstags in dieser Halle trainiert, sah man diese Meisterschaftsrunde als Heimrunde an, obwohl sie von Baden durchgeführt wurde. Dementsprechend viele Obersiggenthaler Zuschauer waren in der Halle vorhanden.

Der erste Gegner lautete UHC JW Sursee 86 II und war in der Tabelle zu diesem Zeitpunkt das neunt platzierte Team. Um unseren Spitzenplatz in der Tabelle halten zu können, war ein Sieg Pflicht. Man schaute dabei auf die Leistung der vergangenen Runde zurück, als man Mutschellen schlug, und war gewollt, diese Leistung erneut abzurufen. Durch viele Absenzen konnte man leider nur mit zwei Blöcken spielen, was jedoch keinen Einfluss auf die Leistung haben sollte.

Das Obersiggenthaler Team nahm dann beim Spielbeginn auch ziemlich schnell das Spieldiktat in die Hand und hatte mehrheitlich Ballbesitz. Man versuchte sich in der gegnerischen Hälfte festzusetzen, jedoch gelang es uns nur selten, gute Torchancen herauszuspielen. Oftmals schoss man in die Gegenspieler, direkt auf den Torhüter oder die Bälle flogen gar am Tor vorbei. Und so kam es wie es kommen musste und Sursee ging mit einem Weitschuss in der 14. Minute in Führung. Einmal mehr wurde das Sprichwort belegt: „Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten.“ Nach weiteren vier gespielten Minuten erhielten die Spieler von Sursee einen Freistoss in der Nähe unseres Tores. Durch einen satten Schuss via Pfosten erhöhten sie das Score auf 2:0 zur Pause.

Man wusste, dass man nach der Pause etwas ändern musste, um diesen Rückstand wieder aufholen zu können. So wurde von den Trainern verlangt, möglichst viel Druck auf das gegnerische Tor auszuüben und dieses mit Schüssen einzudecken. Dies wurde relativ gut umgesetzt, doch es kam dann zusätzlich zu unserem Unvermögen auch noch Pech dazu. Trotz einem Lattenschuss, einem Ball der auf der Torlinie liegen blieb und vielen weiteren Chancen, wollte kein Ball den Weg ins Netz finden. Mit mangelnder Effizienz machten wir uns das Leben selbst schwer und unser Gegner zeigte uns wie ein effizientes Team funktioniert. Mit dem gefühlt dritten Schuss erzielten sie das 3:0. Wiederum war es ein Freistoss in der 33. Minute, welcher uns scheinbar das Genick brechen sollte. Da man nur noch wenige Minuten zu spielen hatte, musste man nun volles Risiko gehen, um doch noch Tore zu erzielen. So wurde unser Torhüter aus dem Spiel genommen und durch einen sechsten Feldspieler ersetzt. Doch auch dies half nichts mehr und man kassierte Sekunden vor dem Schlusspfiff noch das 0:4 aus Obersiggenthaler Sicht und somit die höchste Niederlage der Saison. Mangelnde Effizienz und einen unterschätzten Gegner liessen am Schluss eine enttäuschte Mannschaft zurück, welche sich diese Niederlage jedoch selbst zu verschulden hat.

Im Spiel gegen Bremgarten wollte man dann versuchen den Fehler wettzumachen. Es brauchte aber viel Geduld, bis endlich, nach knapp 9 Miunten Christoph Kistler auf Pass von Marco Keller das erlösende 1:0 schoss. Doch in der Folge bekundete der UHCO weiterhin viel Mühe mit dem Tore schiessen. Erst nach gut 36 Minuten gelang Lukas Leder im Powerplay das vermeintlich Sieg sichernde 2:0. Doch danach hängte der UHCO komplett ab. In den Köpfen schien der Sieg schon Tatsache zu sein. Man rechnete aber nicht mit den Bremgartnern. Diese schossen kurz darauf den Anschlusstreffer und 30 Sekunden später sogar den Ausgleich. Das daraufhin einberufene Timeout zeigte nicht die gewünschte Wirkung. Statt den einen Punkt sicher nach Hause zu bringen. Warf man alles nach vorne und kassierte so prompt noch das 3:2 eine Minute vor Schluss. Den Bremgartnern reichten zwei Minuten, um das Spiel zu drehen. Die Enttäuschung war gross, ebenso auch die Ratlosigkeit.

Eine harte, emotionale Woche für die erste Mannschaft des UHCO, in der die noch junge Mannschaft viel Lehrgeld bezahlte. Dennnoch gilt es nun, den Kopf nicht in den Sand zu stecken und alles daran zu setzen, den als Saison-Ziel gesetzten 3. Platz zu realisieren.

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