Einblicke ins Sommertraining des Herren 1 – Part IV

19.08.2020

Die Rubrik «Einblicke ins Sommertraining des Herren 1» neigt sich dem Ende zu. Leser mit Argusaugen können aufhorchen, da sie ja bestimmt wissen, dass noch nicht alle Protagonisten an der Reihe waren. Aber um die Gemüter zu glätten, eine fundierte Recherche braucht eben seine Zeit, das geht nicht so schnell von heute auf morgen. Wir arbeiten ja schliesslich nicht bei irgendeiner Billigzeitung.

Schliesslich kam hinzu, dass auch unser geliebtes «Coronamobil» einen Service nötig hatte. Nach all den gefahrenen Kilometer rund um den Globus ist dies auch mehr als verständlich, sagt zumindest der hauseigene Mechaniker. Nun da dies geklärt ist, wollen wir der Leserschaft das Schlussbouquet nicht vorenthalten. 3 Hauptakteure standen noch auf dem Spickzettel, bei welchen wir vorbeischauten und uns nach dem aktuellen Fitness- und Formstand, aber auch der allgemeinen Gefühlslage erkundeten.

Gilli der Sonnenanbeter:

Allgemein ist bekannt, dass im Sommer die Leute nach draussen gehen und sich bräunen lassen. Bei den meisten Käseschweizern endet dieses Vorhaben meist in einem Fiasko. Statt braun ist die Hauptfarbe knutschrot und der Sommer somit auch schon vorbei, da man fortan mehr mit Après-Soleil beschäftigt ist als sich noch einmal der Sonne zu widmen. Nicht so bei Sonnenanbeter Gilli, bei welchem uns schier der Schlag traf. Liegend mit einer Alufolie um den Hals gehalten empfing er uns gebräunt wie eine zarte dunkle Schokolade auf seiner Sonnenterrasse. «So sieht mein gewöhnlicher Alltag aus. Wenn die Sonne aufgeht heisst es Liegestuhl korrekt platzieren und immer mit der Sonne mitgehen bis sie den Horizont erreicht hat. Durch die Hitze schwitze ich mehr als in einem gewöhnlichen Training und so bin ich der Meinung, dass ich noch nie so top im Schuss war wie jetzt.» Auch wenn er nur in der Liege liegt, einen fetten Ranzen konnte das Redaktionsteam wahrlich nicht sehen.

Vogler unter Strom:

«Ich fühle mich in der Zeit zurückversetzt. Letzthin sah ich mich plötzlich auf eine «Butschi-Autobahn» wieder. Früher musste ich mir die 1- und 2-Frankenstücke noch zusammenkratzen, um eine Runde zu drehen, heuer nehme ich gleich ein Abendabo um die ganze Zeit auf der Autobahn zu cruisen. Der Ellenbogen ist zwar stets draussen, aber nicht zu doll, da man ja nie weiss, wenn jemand einem von der Seite her rammt. Die ganzen Schläge auf meine nicht mehr jungen Knochen helfen im Nachhinein ganz klar der Abhärtung. Den Nervenkitzel ist in etwa zu vergleichen wie derjenige an der Bande. Man weiss nie was kommt. Zum Teil ist man hilflos und hat keinen Einfluss, was als nächstes geschieht. Man muss austeilen aber auch einstecken können. Und nach dem Spass braucht es zuerst eine neue Ladung Strom um wieder in die Gänge zu kommen.» Was dies genau mit Sommertraining zu tun hat, wir haben auch nur ein dickes Fragezeichen in unser Notizbuch gezeichnet. Aber gut, er ist im Trainerstaff, muss also nicht mehr seinen Körper auf Vordermann bringen.

Extraschichten Bumbacher:

«Seit Beginn des Sommertrainings absolviere ich Extraschichten. Denn mit meinem Nebenamt als Trainer der U21 bin ich nicht nur regelmässig Besucher beim Herren 1 Training – nein ich treibe auch meine Schützlinge vor mir her. Ich möchte die Vorbildfunktion wahrnehmen und zeige somit die Übungen beim U21 höchstpersönlich vor. Mein persönlicher Fitnesscoach sagt mir zwar ständig, dass mit dieser Doppelbelastung die ebenfalls wichtige Regenerationsphase deutlich zu kurz kommt. Aber trotz Doktortitel habe ich für ihn nur ein müdes Lächeln übrig. Ich bin fit wie ein Turnschuh und das koste ich nun voll aus. Aus dem Feld fühle ich mich nun wie ein Duracellhäschen, welches auf und ab in Vollspeed umherrennt. Ich hoffe jeweils nur, dass der Batterie nicht gleich den Pfus ausgeht»

Dies waren die restlichen Protagonisten, welche wir während des Sommertraining besucht haben. Insgesamt muss man als neutrale Stelle erwähnen, dass alle irgendetwas am herumexperimentieren sind und noch wichtiger, sie alle sind total überzeugt von ihrem Vorhaben. Ob das nun alles so zielführend ist, wie sie meinen, nun das lassen wir mal im Raum stehen. Wichtiger ist so oder so der Glaube daran und dies konnte bei jedem einzelnen ausfindig gemacht werden.

Wir schliessen nun die Rubrik und freuen uns auf die ersten Ernstkämpfe in der neuen Meisterschaft. Denn dann haben wir wieder ernstere Themen zu berichten. Es wird sich zeigen, ob der Fitnesszustand zur vollsten Zufriedenheit ist oder ob bei manch einem die individuelle Trainingsmethode doch nicht so das Richtige war.

Das Redaktionsteam wünscht dem Herren 1 allzeit eine gute Saison.

News verfasst von Oliver Füglister

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