David gegen Goliath im 1/16 Final

03.09.2012

Mit dem Sieg gegen den UHC Riehen im 1/32 Final des Schweizer Cups war klar, dass die nächste Hürde eine schier unlösbare Aufgabe sein würde. Mit Unihockey Chur wartete mit dem Rekordmeister ein ganz harter Brocken auf den kleinen UHC Obersiggenthal.

Ein ganzer Klub samt seinen Anhängern war seitdem in einem Ausnahmezustand. Bei jedem, welcher nur in irgendeiner Form an diesem Highlight beteiligt war, war es das Gesprächsthema Nr. 1. Auch für den Vorstand des UHCO war dieses Spiel eine ganz besondere Sache. Man versuchte den UHC Obersiggenthal im besten Licht zu präsentieren, unternahm extrem viel, damit dieser Anlass auch ein gelungener Anlass sein wird, welcher noch lange in Erinnerung bleiben wird. Super Kulisse, super Ambiance, perfekt organisiert, alle Voraussetzungen für ein tolles Spiel waren also gegeben.

Noch in der Kabine versuchten die 3 Spielertrainer den Spielern Mut zu machen. Sie sollen das Spiel geniessen und nicht vor Angst und Ehrfurcht erstarren. Nach 2 Minuten legten die Hausherren diese Angst ab. Schade war nur, dass es zu diesem Zeitpunkt bereits 0:2 stand für die haushohen Favoriten aus Chur. Einzelne dachten sicherlich, wenn dies so weitergehen würde, na dann gute Nacht. Aber die Spieler zeigten eine starke Reaktion. Plötzlich fingen sie an zu fighten, versuchten hinten so gut es geht kompakt zu stehen und mit Mut nach vorne zu spielen. Nach dem zwischenzeitlichen 0:3 lenkte Niederberger einen Schuss von Gilli ins Tor ab. Alle waren aus dem Häuschen. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Rund eine Minute später stellte Chur mit einem Eigentor durch die Obersiggenthaler den 3 Tore-Vorsprung wieder her. Doch auch diesen Gegentreffer brachte die Obersiggenthaler nicht ins Wanken. Mit dem schönsten Tor des Abends brachte Höppli das Heimteam wieder näher ran. Gegen einen solch sehenswerten Treffer ins hohe Eck war auch ein SML-Goalie chancenlos. Mit dem Stand von 2:4 aus Sicht des Heimteams genoss man genüsslich den Pausentee in der Garderobe. Kurz nach Anpfiff des 2. Drittels ging das Cupmärchen weiter. Captain Frey fasste sich ein Herz und verwertete einen Abpraller zum zwischenzeitlichen 3:4. Niemand war mehr zu halten. Sogar die VIP-Gäste, welche es normalerweise ein bisschen ruhiger in ihren Logen angehen, waren nicht mehr zu bändigen. Das Haus tobte. Mit dem 1. Angriff der Churer klingelte es aber bereits wieder im Tor der Obersiggenthaler. Mit diesem Treffer stellte Chur ihre Weichen auf Sieg. Sie konnten ihr schnelles Spiel aufrechterhalten. Im Gegenzug konnten die Obersiggenthaler ihr Tempo nicht mehr so mitgehen wie noch im 1. Drittel. Und gegen einen SML-Verein bedeutet einen Schritt zu spät, eine Minisekunde nicht aufmerksam zu sein, Tor. Die Churer spielten die Obersiggenthaler nach aller Kunst des Unihockeys aus und zeigten so, warum sie in der höchsten Schweizer Liga spielen und nicht der UHC Obersiggenthal. Es war dem grandios aufspielenden Frunz im Tor zu verdanken, dass sie nicht jede 100 % Chance verwerteten. Dennoch musste Frunz im 2. Drittel insgesamt 7 mal hinter sich greifen, bis endlich die langersehnte Sirene zur Pause ertönte. Die Spielertrainer versuchten, die ein bisschen getrübte Stimmung wieder aufzulockern. Man wollte im letzten Drittel noch einmal alles geben, den Fans noch etwas bieten und vor allem den Rest des Spiels geniessen. Dies gelang auch mehrheitlich. Zwar mussten die Obersiggenthaler nochmals 3 Treffer hinnehmen, trotzdem zeigten sie eine Reaktion auf das 2. Drittel. Leider wurde ihnen das Glück eines weiteren Treffers verwehrt. Und so endete die Partie schlussendlich mit 3:14. Einziger Wehrmutstropfen war, dass sich bei einem normalen Zweikampf ein Spieler der Churer unglücklich an der Schulter verletzte und ausfiel. Ansonsten wurde die Partie von beiden Mannschaften hart aber sehr fair geführt.

Trotz dieses klaren Resultats erhielt die Heimmannschaft eine ewigerscheinende Standing Ovation von den Zuschauern. Eine sehr schöne Geste. Und in diesem Moment wurde auch den Spielern klar, dass sie sehr stolz auf sich und ihre Leistung sein können.

Dass der UHC Obersiggenthal nur ein Hobbyverein ist, was jetzt nicht abwertend angesehen werden sollte, zeigte sich auch nach dem Spiel. Während dem die Spieler von Chur eine Portion Spaghetti reinschaufelte, stiessen die Herren von Obersiggenthal mit einem kühlen Bier auf den tollen Match an.

Wir möchten allen Zuschauern herzlich für die tolle Unterstützung danken. Zudem bedanken wir uns auch bei allen Helfern, die diesen Anlass erst möglich gemacht haben. Zu guter Letzt gehört ein ganz grosses Dankeschön den Organisatoren, namentlich Marco Keller, dem gesamten Vorstand sowie auch den „Kioskdamen“ für den perfekt organisierten Anlass.

Gilli (0/1); Niederberger (1/0); Hitz Marcel (0/0); Leder (0/0); Hitz Michael (0/0); Füglister (0/0); Frunz Jonas (0/0); Höppli (1/0); Rothe (0/0); Kistler (0/0); Frey (1/0); Keller (0/0); Haag (0/0); Vogler (0/0); Frunz Andreas (0/0); Meier (0/0)

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