Bittere Pille für Herren 1

19.11.2018

„Unihockey pur“ in der Sporthalle Siggenthal. Am vergangenen Wochenende standen gleich 2 Heimrunden auf dem Programm. Am Samstag stellten die jüngsten UHCO-Mitglieder ihr Können unter Beweis. Sie steigerten sich im Laufe des Tages und konnten so beim abschliessenden Spiel einen Sieg bejubeln. Nun waren auch die „Grossen“ am darauffolgenden Tag unter Zugzwang. Mit dem zurückgeholten Selbstvertrauen aus der letzten Partie war man guten Mutes auch in diesem Spiel die Punkte einzufahren.

Man startete verhalten in das Spiel; überliess weitgehend dem Gegner aus dem Baselbiet das Zepter. Kaum mal in Ballbesitz wurde die Herren umgehend unter Druck gesetzt. Anstatt ein schnelles, geradliniges Spiel aufzuziehen, musste man immer wieder ärgerliche Ballverluste beklagen. Und so kam es wie es kommen musste. Ein Münchensteiner Shark schlich sich wie ein weisser Hai auf die Lauer an den weiten Pfosten von Vogler. Ein hoher Ball – der Hai biss zu – Tor. Ein äusserst sehenswerter Treffer, muss man neidlos anerkennen. Dennoch war der Treffer viel zu einfach in der Entstehung. Nun gut, weiter geht’s, noch ist das Spiel nicht entschieden. Nach dem Treffer kam der UHCO zu ein paar sehr guten Chancen, reüssieren konnten sie aber (noch) nicht. So gingen die beiden Teams mit der 0:1 Führung für Münchenstein in die Pause.

Nach dem Pausentee wollten die Siggenthaler eine Reaktion zeigen. Da kam es gerade gelegen, dass ein Münchensteiner wegen einem zu harten Einsteigen für 2 Minuten in die Kühlbox wanderte. Die Siggenthaler kamen dem Ausgleichstreffer sehr sehr nahe, doch der Schlussmann vereitelte die dickste Möglichkeit mirakulös. Als kurze Zeit später wieder nummerische Gleichzahl herrschte, musste das Heimteam erneut mitansehen, dass der Gegner heute für die schönen Tore zuständig war. Wiederum ein Volleytor bedeutete das 2:0. Doch das war noch nicht alles. Nur ein paar Zeigerumdrehungen später liessen sich die Volley- (oder sind es doch Tennisspezialisten?) aus Münchenstein wiederum ein sehenswerter Treffer gutschreiben. Der Stock war diesmal gefährlich hoch angesetzt, doch die Unparteiischen entschieden entschlossen auf Tor. Nun hiess es Ärmel hochkrempeln und den Finger aus dem A**** nehmen. Noch blieb ihnen genügend Zeit, die Wende zu schaffen. Doch irgendwie wollte es heute nicht so recht. Es harzte im Angriffsspiel und dies nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Man kam mit dem aufsässigen und körperbetonten Spiel des Gegners (mental) nicht zu Recht.

Das Trainertrio stellte in der Pausenansprache auf 2 Blöcke um, um nochmals Schwung in die Partie zu bringen. Der UHCO nun deutlich am Drücker schoss aus allen Lagen. Hitz mit einem sehenswerten Sololauf beendete die Torflaute und markierte das wichtige 1:3. Weiter geht’s, war die Devise. Man war nahe am Anschlusstreffer dran, doch genau in der besten Phase des UHCO markierten die Raubtiere das entscheidende Tor zum 1:4. Dieser Treffer kam einem Genickbruch gleich. Das danach noch einige Scharmützel ausgetragen wurden und die Partie zusehends ruppiger, unfairer und gehässiger auf beiden Seiten geführt wurde, hätte nicht sein müssen. Dass die Unparteiischen nicht ihren besten Tag hatten und das Spiel komplett aus der Hand gaben, spielt hier nur eine Nebenrolle. Schlussendlich blieb es beim 1:4 und man versöhnte sich beim Handshake mit den Gegenspielern.

Nach dem starken Auftritt im letzten Spiel gegen Olten-Zofingen konnte der Schwung leider nicht mitgenommen werden. Anstatt das eigene Spiel zu spielen und sich auf die eigenen Stärken zu verlassen, passte man sich dem Gegner an. Schade, in diesem Spiel wäre einiges möglich gewesen. Doch einmal in Rückstand gelingt es dem UHCO zur Zeit nicht, sich wieder aufzuraffen und seinem Gameplan treu zu bleiben. Es ist ein mentales Problem, welches das junge Team in den kommenden Wochen lösen muss, will man solche Spiel in Zukunft für sich entscheiden.

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